Die folgende Frage ereichte mir über das CETPM (Centre of Excellence for TPM - Hochschule Ansbach);
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Markus Simmerl
Gesendet: Donnerstag, 4. Februar 2010 09:37
An: constantin . may at cetpm . de
Betreff: Thema OEE
Ich habe aufmerksam einige Beiträge auf ihrer Website und das Buch "OEE für das Produktionsteam" gelesen.
Ich untersuche im Rahmen einer DA die OEE eines CNC-gesteuerten Bearbeitungszentrums, d.h. Rohteile werden spanend bearbeitet durch bohren, fräsen und gewinden. Produktionspersonal be- und entstückt die Anlage. Ich bin mir jedoch unsicher welche Zykluszeit ich ansetzen soll, und würde sie deshalb gerne nach ihrer Meinung fragen.
Im Arbeitsplan ist die Personalzeit angegeben. Das ist die Soll-Zeit des Personals für die Fertigung von einer Einheit. Allerdings ist diese Zeit mit 10% Verteilzeit beaufschlagt, die ich rausgerechnet habe um die "wahre" Personalzeit zu erhalten. Diese Zeit habe ich dann als Zykluszeit angesetzt.
Sie bauen damit schon einen verlust ein; anders gesagt: der Verbesserungspotential der in dieser Zeit steckt werden sie jetzt nicht mehr sichtbar machen. Verstehen Sie warum?
Ein anderer Ansatz wäre, die reine Bearbeitungszeit (Wertschöpfungszeit bzw. Prozesszeit) der Maschine als Zykluszeit anzusetzen.
Haben sie diesbezüglich Erfahrungswerte? Welchen Ansatz würden sie bevorzugen?
Über eine Hilfestellung wäre ich sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
Markus Simmerl
Wie im Buch mehrfach betont wird, mist man mit OEE die Anlage, und nicht der Mitarbeiter!
Schauen sie sich bitte Aufgabe 6 (Seite 145 +166) noch mahl an, dort sehen sie den Weg zur Definierung des Standards.
Es geht im Leistungsgrad darum die theoretisch maximale Leistung der ANLAGE für ein bestimmtes PRODUKT (oder Produktgruppe) zu ermitteln.
Ich empfehle auch den OEE Industry Standard
www.oeestandard.com noch mahl zu lesen.
Im Zweifelsfall: nehmen Sie die höchste Geschwindigkeit jemals gemessen und geben noch 25% dazu. Dan sind sie sicher dass alle Potentiale sichtbar werden.
Viel Erfolg,
Arno Koch